Campus Talks Wie lernen Terroristen? / Auf dem Neptun regnet es Diamanten
Mo, 26.10. | 23:15-23:45 | ARD-alpha
Kultur
Terrorgruppen lernen schnell neue Mittel und Methoden, um ihre Ziele anzugreifen. Den angegriffenen Staaten sind sie mit ihren Kräften strategisch und taktisch oft überlegen.
* Physiker Dr. Dominik Kraus, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf: Auf dem Neptun regnet es Diamanten
Im Inneren von Sternen und Planeten herrschen extreme Bedingungen. Hohe Temperaturen und enorme Drücke erzeugen Umgebungen, die der modernen Forschung noch viele Rätsel aufgeben. Auf dem Neptun könnte es daher Diamanten regnen.
* Wie lernen Terroristen?
Terrorgruppen lernen schnell neue Mittel und Methoden, um ihre Ziele anzugreifen. Den angegriffenen Staaten sind sie mit ihren Kräften strategisch und taktisch oft überlegen. Wie lernen Terrorgruppen? Das ist das Thema von Konfliktforscherin Dr. Carolin Görzig vom Max-Planck-Institut für Ethnologische Forschung in Halle/Saale.
In der Literatur wird diskutiert, ob Terrorgruppen überhaupt lernfähig sind. In ihrer Forschung geht Dr. Carolin Görzig davon aus und untersucht stattdessen, wie sich das Lernen von Terrorgruppen vom Lernen anderer Organisationen unterscheidet. Dabei ist vor allem das Umfeld, in dem sich Terrorgruppen bewegen, entscheidend, denn Lernprozesse vollziehen sich nicht in einem Vakuum. Dieses Umfeld, den Kontext, untersucht sie mit ihrer Forschungsgruppe auf drei Ebenen: der Mikro-Ebene, in der es um interne Prozesse von Terrorgruppen geht, der Meso-Ebene, in der die Beziehungen zu anderen kooperierenden oder konkurrierenden Terrorgruppen im Vordergrund stehen, und der Makro-Ebene, in der wir die Interaktion mit dem Staat thematisieren. Im Campus Talk stellt sie die Ergebnisse aus dieser Forschung vor und zeigt an Beispielen, wie Terrorgruppen im Kontext der drei genannten Ebenen lernen.
* Auf dem Neptun regnet es Diamanten
Im Inneren von Sternen und Planeten herrschen extreme Bedingungen. Hohe Temperaturen und enorme Drücke erzeugen Umgebungen, die der modernen Forschung noch viele Rätsel aufgeben. Auf dem Neptun könnte es daher Diamanten regnen, sagt der Physiker Dr. Dominik Kraus vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.
Mit Hilfe der weltweit größten und intensivsten Laserlichtquellen ist es möglich, Bedingungen wie auf dem Planeten Neptun im Labor nachzustellen, wenn auch nur für Sekundenbruchteile. Dies ermöglicht faszinierende Einblicke in exotische Prozesse wie dem Niederschlag von Diamanten unter Bedingungen wie tief im Inneren der Planeten Uranus und Neptun. Dabei erweitern die Experimente sowohl das grundlegende Verständnis unseres Universums und öffnen zusätzlich das Fenster für interessante Anwendungen in der Energieerzeugung oder für die Herstellung von neuartigen Materialien. Eine der führenden Einrichtungen für diese Forschung ist seit Kurzem Deutschlands größte Forschungsanlage: der Röntgenlaser European XFEL in Hamburg.
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