WeltWeit Hitze, Dürre, Wassernot. Wie rüsten für den nächsten Sommer?
Fr, 18.09. | 23:50-0:20 | ORF 2
Dokumentation
Die spanische Region um Murcia ist eine der trockensten Gegenden Europas. Trotz großer Wasserknappheit ist Murcia aber ein wichtiges landwirtschaftliches Anbaugebiet. Isabella Purkart schaut sich Lösungen an, die auch für Österreichs Bauern von Interesse sein können: Anders als bei uns wird hier gereinigtes Abwasser zusätzlich aufbereitet und für die Bewässerung der Felder verwendet. Spanien gehört auch zu den europäischen Ländern, die besonders stark von Waldbränden betroffen sind. Auch hier geht das Land neue Wege in Sachen Prävention: eine spezielle Beweidung und gezielte Landschaftspflege tragen dazu bei, brennbare Vegetation zu reduzieren und zu verhindern, dass sich Feuer großflächig ausbreiten.
In Frankreich war die Millionenmetropole Paris in der Vergangenheit schon öfter mit Hitzewellen konfrontiert. In einem extremen Klimaszenario könnte Paris künftig Temperaturen von bis zu 50 Grad erleben, erfährt Leonie Heitz bei ihren Recherchen. Eine der Maßnahmen, mit denen man den Hitzerekorden begegnen will, liegt tief unter der Stadt: Das Pariser Fernkältenetz versorgt mittlerweile rund 1.000 Gebäude mit Kühlung - mithilfe von Wasser aus der Seine. Gleichzeitig schafft die Stadt mehr Grünflächen, entsiegelt Böden und gestaltet öffentliche Räume neu. Doch reicht all das aus, wenn extreme Hitze künftig in Europas Städten immer häufiger zum Alltag wird?
Auch in Ungarn hat der extrem heiße und trockene Sommer zu massiven Folgen geführt: Wegen des niedrigen Wasserstands der Donau musste das Atomkraftwerk Paks zeitweise heruntergefahren werden - was eine veritable Energiekrise ausgelöst hat. Die neue Regierung von Péter Magyar versucht nun, den Wasserpegel der Donau langfristig zu stabilisieren. Paul Krisai hat sich die Maßnahmen in Paks angesehen und Ungarns größten Solarpark besucht. Denn überraschenderweise gehört das Land bei Solarenergie zu Europas Spitzenreitern. Strom soll vorrangig aus Sonnenenergie gewonnen werden und damit zu Versorgungssicherheit auch in herausfordernden Zeiten beitragen.
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