Tatort: Brandwunden Spielfilm Deutschland 1998

Di, 28.07.  |  23:30-1:00  |  NDR
Untertitel/VT Stereo  1998
Bei einem Brandanschlag auf das Haus der türkischen Familie Kazim kommen zwei junge Menschen ums Leben. Sehr schnell gerät eine Gruppe von vier Neonazis in Verdacht. Doch Inga Lürsen misstraut dieser ersten "heißen" Spur, sie vermutet stattdessen eine Familientragödie aus dem Umkreis der Toten. Oder sollte Familie Kazim stärker in den Fall verwickelt sein, als es zunächst den Anschein hatte?

Mehmet Kazim, Inhaber zweier Lebensmittelläden, lebt schon lange in Bremen. Seine beiden Kinder sind hier geboren. Die Familie verbringt nur noch die Ferien in der Türkei. Während eines Urlaubs brennt Kazims Haus in Bremen ab. Zwei Menschen kommen dabei ums Leben, Freunde des Sohnes Erkan, die sich dort heimlich getroffen haben.

Alle Zeichen deuten auf Brandstiftung, doch für Inga Lürsen stellen sich viele Fragen, die zu Ermittlungen in die unterschiedlichsten Richtungen führen: Haben sich die beiden jungen Leute umgebracht, weil der Vater des Mädchens gegen ihre Verbindung war? Doch warum wurde dann das Arbeitszimmer von Mehmet Kazim untersucht? Hatte er Feinde, die eine politische Rechnung begleichen wollten? Oder geht es um einen Versicherungsbetrug, den Kazim selbst inszeniert hat?

Der Nachbar und Freund der Familie, Walter Kruse, gibt einen entscheidenden Hinweis, der Inga Lürsen weiterhilft: Kruse hat ein Auto mit drei oder vier jungen Männern beobachtet, das kurz nach dem Brandanschlag weggefahren ist. Das Auto gehört einem Rechtsradikalen, der mit seinen Freunden schon häufiger in Auseinandersetzungen mit Türken verwickelt war. Verdächtig verhält sich allerdings auch der Vater des toten Mädchens, der seine Tochter misshandelt hat und sich bei seiner Vernehmung mehr und mehr in Widersprüche verwickelt. Inga Lürsen vermutet eine Familientragödie, ausgelöst durch den religiösen Fanatismus des Mannes.

Der Druck der Öffentlichkeit auf die Bremer Kripo - und damit auf Inga Lürsen - nimmt zu, weil man ihr Laschheit im Umgang mit den Neonazis vorwirft und eine Verschleppung der Aufklärung vermutet. Zudem mischt sich Ingas Vorgesetzter in ihre Ermittlungen ein und droht ihr mit dem Entzug des Falles, wenn sie nicht bald Ergebnisse vorweisen kann. Hat Inga Lürsen vielleicht entscheidende Hinweise im Umkreis der Familie Kazim übersehen, die sie auf eine ganz neue Spur bringen könnten?

Darsteller:
Sabine Postel (Hauptkommissarin Inga Lürsen)
Rufus Beck (Kommissar Stefan Stoll)
Alexander Strobele (Polizeipsychologe Kai Helmold)
Hans Kremer (Claas Röder, Ingas Chef)
Camilla Renschke (Helen Reinders, Ingas Tochter)
Michael Mendl (Walter Kruse)
Juraj Kukura (Mehmet Kazim)
Ferhat Kaleli (Erkan Kazim)
Regie: Detlef Rönfeldt
Drehbuch: Thommie Bayer
Kamera: James Jacobs
Musikalische Leitung: Mick Baumeister

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