Welche Meinung haben die Deutschen von Russland und seinem imperialistischen Autokraten Wladimir Putin? Und wie weit gehen die Meinungen darüber auseinander? Zu diesen Fragen hat die Politologin Gwendolyn Sasse von 2019 bis Ende 2025 drei große Umfragen durchgeführt. Die Ergebnisse sind zum Teil erstaunlich: Denn wenn die Deutschen über Russland sprechen, so das Fazit, dann sprechen sie weniger über die realen Verhältnisse dort als vielmehr über ihre eigenen Hoffnungen, Ängste und Befindlichkeiten. Sind die Bilder, die sich die Deutschen von Russland machen, also mehr oder weniger eine Erfindung? Das jüngste Buch der Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien legt dies nahe. Mit Gwendolyn Sasse sprach MDR Kulturredakteur Stefan Nölke.
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