Digital.Leben Die Menschen hinter der KI
Di, 20.10. | 17:55-18:00 | Ö1
Damit ein selbstlernender Algorithmus überhaupt „selbstlernend“ werden kann, muss er zunächst von Menschen trainiert werden. Das sind sehr viele Stunden an sehr monotoner Arbeit. Oft ist es auch eine psychisch sehr belastende Tätigkeit, zum Beispiel wenn man einer KI für Social Media – Moderation beibringt, was ein „verstörender Inhalt“ ist, der gelöscht werden muss. Große Firmen lagern diese Tätigkeiten meist aus, entweder an Subfirmen im globalen Süden oder an prekär beschäftigte Subunternehmer, die ihre Aufträge über eine Plattform bekommen. Wie die Arbeitsbedingungen dieser Data Worker in der Praxis ausschauen, das erforscht Milagros Miceli vom Weizenbaum Institut in Berlin schon seit mehreren Jahren. In ihrem Projekt „Data Workers’ Inquiry“ hat sie mit ihrem Team Datenarbeiterinnen und -arbeiter in unterschiedlichen Teilen der Welt befragt. Und die erzählen ihre Geschichten in Form von Videos, Comics oder Magazinen. Dafür hat „Data Workers’ Inquiry“ heuer einen Anerkennungspreis auf der Ars Electronica erhalten. Ulla Ebner hat die Forscherin in Linz getroffen.
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