Ex libris Dimitré Dinev im Sommergespräch
So, 06.09. | 16:00-16:55 | Ö1
Im Herbst 2025 wurde er dafür mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet, mittlerweile liegt das Buch in der 7. Auflage vor. Es erzählt die Geschichte mehrere Familien in Österreich und Bulgarien, entlang der Donau, zwischen dem Ersten Weltkrieg und den 1990er Jahren und bündelt die Erinnerung an die Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts und die kalte Logik totalitärer Herrschaft. So verantwortete das kommunistische Regime in Bulgarien u.a. den Tod von rund 15.000 Oppositionellen im Zwangsarbeitslager Belene auf der gleichnamigen Donauinsel. Dinev wurde 1968 in Plovdiv, Bulgarien, geboren, besuchte das deutsche Gymnasium und flüchtete 1990 nach Wien. Seit dem Erfolg seines auf Deutsch verfassten Debütromans „Engelszungen“ (2003) stößt sich der Erzähler an der Zuschreibung „Migrantenliteratur“, ähnlich wie am Digitalfeudalismus der großen US-Tech-Konzerne oder der Verherrlichung der Geschwindigkeit. „Die Lüge ist schnell, der Weg der Wahrheit ist ein langsamer“, sagt Dinev. Im Sommer erzählen Autorinnen und Autoren in „Ex libris“ jeweils eine Stunde lang von ihrem Schreiben, von der Arbeit und dem Ausruhen, von Inspiration und Literatur.
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