Am Puls – Gesundheit und Medizin Der Krampf mit den Adern
Do, 18.06. | 16:05-17:00 | Ö1
Varizen – weit mehr als ein kosmetisches ProblemMit Krampf haben die ungeliebten Adern nichts zu tun. Der Name entstammt dem althochdeutschen „krimpfan“ (krümmen) und bezeichnet unnatürlich gekrümmte, gestaute und damit äußerlich sichtbare Venen. Die in der Fachsprache Varizen genannten oberflächlichen Gefäße in den Beinen kann man als „Geschenk“ der Vorfahren verstehen. Denn es ist eine angeborene Bindegewebsschwäche, die zu undichten Venenklappen und damit einem Rückstau des Blutes führt. Funktioniert das System nur unzureichend, kommt es zu den verdickten und geschlängelten Venen. Ein Drittel aller Frauen und jeder fünfte Mann weisen derartige Veränderungen auf. Es ist mehr als ein kosmetisches Problem, denn die dauerhafte Überlastung des Venensystems führt nicht nur zu Schwellungen mit einem Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen, sondern durch die Mangeldurchblutung der Haut mitunter auch zu offenen Geschwüren an den Unterschenkeln (Ulcera).Neben der Binsenweisheit SSS-LLL („Sitzen und Stehen sind schlecht, lieber Liegen und Laufen“) und Venengymnastik können auch Salben oder Kompressionsstrümpfe bis zu einem gewissen Grad helfen. Darüber hinaus werden Venen mit Laser oder Schaum verödet oder im klassischen Verfahren gestrippt. In neuerer Zeit kommen zudem Radiofrequenztherapie und mechanochemische Ablation als weitere minimalinvasive Optionen hinzu.Ronny Tekal spricht mit seinen Gästen über die Spielarten der Krampfadern und mit welchen Methoden man Abhilfe schafft. Zu Gast: Afshin AssadianFacharzt für GefäßchirurgieVorstand der Abteilung für Chirurgie, Schwerpunkt GefäßchirurgieKlinik Ottakring, WienSylvia Holle-RobatschFachärztin für Dermatologie und AngiologieVenen-Ordination Wien, DöblingVorsicht HochspannungElektrischer Strom ist in unserem Leben derart selbstverständlich geworden, dass man die damit verbundene Gefahr oftmals unterschätzt: Tödliche Unfälle bei jugendlichen Mutproben auf Zugwaggons oder brennende Lithium-Ionen-Akkus sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Darüber hinaus geht die EU dieser Tage gegen den Versandriesen Temu wegen unsicherer Produkte und defekter Ladegeräte vor.Laut Elektrounfallstatistik des Wirtschaftsministeriums gab es im Jahr 2024 österreichweit 214 verletzte Personen durch Stromunfälle sowie zwei Tote. Der erste bekannte tödliche Stromunfall auf österreichischem Gebiet ereignete sich im Jahr 1882, zu einer Zeit, in der es keine medizinischen Reanimationsmethoden oder Kenntnisse zur Ersten Hilfe bei Stromschlägen gab.Ab kommender Woche zeigt eine Sonderausstellung im Wiener „Narrenturm“, wie präsent das Risiko bis heute ist. Maria Harmer hat sich für AM PULS bereits vorab von Eduard Winter, dem Kurator der Ausstellung durch die Sonderausstellung „Vorsicht Hochspannung. Der elektrische Unfall – eine Klasse für sich“ führen lassen. Und anhand der schaurig-beeindruckenden Exponate gesehen, warum der Umgang mit Strom auch im Jahr 2026 Respekt verlangt.Interviewpartner: Eduard Winter, Sammlungsleiter der pathologisch-anatomischen Schausammlung des Naturhistorischen Museums Wien im NarrenturmAusstellung: „Vorsicht Hochspannung.Der elektrische Unfall – eine Klasse für sich"Sonderausstellung ab 24. Juni 2026im Narrenturm, Spitalgasse 2, 1090 WienRubrik "Eine Frage noch"Was kann ich tun, wenn ich denke, dass meine Pflegestufe zu niedrig ist?Die Antwort gibt Elisabeth Bischofreiter, Expertin für Sozialversicherungsrecht von der Arbeiterkammer Wien.Die Frage stellte Norbert Peter
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